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Der Jugend eine Chance geben Wirtschaftsnetzwerk Milower Land arbeitet vielschichtig MILOWER LAND ■ Sie sehen ihre Arbeit als Beitrag, um die Region stärker zu machen. Die Mitglieder im Wirtschaftsnetzwerk Milower Land haben in den vergangenen Monaten zahlreiche Initiativen angekurbelt. „Unsere Kinder und Jugendlichen haben nur begrenzt Chancen in unserem Milower Land eine vernünftige Perspektive hin bis zur Ausbildung und Arbeit zu finden" erläutert Rolf Peter Bley, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Wirtschaft innerhalb des Netzwerkes, die Situation. „Wir Unternehmen wollen gemeinsam mit den Menschen, denen unsere Kinder am Herzen liegen, Chancen für eine Zukunft bieten." Einen wesentlichen Beitrag, so Bley, „können wir selbst leisten". Voraussetzung sei allerdings, dass gemeinsame Ziele im Vordergrund stehen. „Unternehmen, Gemeindevertreter, Kita, Schule, Jugendklub und andere Träger, sowie Vereine und die kirchlichen Einrichtungen sind aufgerufen, die Zukunft für die Kinder zu sichern." In den nächsten Monaten wollen die Unternehmen im Netzwerk Schülern Ferienarbeitsplätze anbieten, gemeinsame Veranstaltungen von Schulen, Vereinen und Unternehmen durchführen, in den Unternehmen langfristig Ausbildungsplätze für das nächste Jahr akquirieren und Betriebsbesichtigungen für Kita und Schule in den Unternehmen der Gemeinden, Städte und in der Landwirtschaft weiterführen. Im Zuge der Netzwerkarbeit haben inzwischen die ersten unternehmensübergreifenden Qualifizierungslehrgänge in den Seminarräumen des IBE Wodtke in Bohne stattgefunden. Der erste Kurs war ein Einsteigerlehrgang für „Computerneulinge". Bei den Kursteilnehmern, größtenteils Unternehmensinhaber, handelte es sich ausschließlich um Neueinsteiger, die im fortgeschrittenen Alter erkannt haben, dass man ohne moderne Technik heute kein Unternehmen mehr führen kann. Dazu fand ein Anwenderseminar für Word und Excel in der Praxis statt. In dem Kurs wurde auf spezielle Probleme eingegangen, die bei der alltäglichen Arbeit mit Word und Excel auftreten. In der Arbeitsgruppe Wirtschaft, Kultur und Tourismus arbeiten Bettina Götze (Kulturzentrum Rathenow), Inge Krüger (Leiterin Jugendherberge Milow), Gerhard Göschel (Freischaffender Künstler in Galm) mit dem Netzwerkkoordinator Hans-Jürgen Wodtke und Bürgermeister Peter Wittstock. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, Gastronomen, Tourismusanbieter, Künstler, Heimatvereine und künstlerisch Interessierte mit der Wirtschaft zur Stärkung des regionalen Wirtschaftsstandortes zusammenzuführen; Zu den nächsten Aufgaben der Arbeitsgruppe gehört die Unterstützung des Benefizkonzertes für die Kinder von Tschernobyl am 2. September und die Galmer Hofkultur am 24. September sowie die am 9. September in Bohne stattfindende Geschichtsveranstaltung zum Thema „ Die letzten Wochen im Krieg und die ersten Wochen im Frieden in unserer Region."MAZ Quelle: MAZ Westhavelländer 05.07.2005
Wittstock: „Junge Menschen in der Region halten" Linkspartei-Politiker in Milow zu Gast MILOW (hüb). Am Montag besuchten Dagmar Enkelmann, Vorsitzende der Linkspartei. PDS-Fraktion im Landtag Brandenburg, und Diana Golze, Direktkandidatin der Linkspartei zur Bundestagswahl im Wahlkreis 60, die Gemeinde Milower Land. In der Gemeindeverwaltung nahmen beide Politiker an einer Gesprächsrunde teil, zu der Bürgermeister Peter Wittstock und Vertreter des Milower Wirtschaftsförderungsverein eingeladen hatten. „Eines unserer Hauptziele ist es, junge Menschen in der Region zu halten. Wenn wir vor Ort uns nicht dafür einsetzen, macht dies niemand", so Bürgermeister Wittstock. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die enge Zusammenarbeit zwischen der Gemeindeverwaltung und der örtlichen Wirtschaft. „Aus unserem Unternehmerstammtisch sind inzwischen ein Wirtschaftsnetzwerk und ein Wirtschaftsförderverein hervorgegangen", so Wittstock. Peter Bley und Detlef Meier, Mitglieder des Wirtschaftsfördervereins, berichteten, dass man einen Schwerpunkt der Vereinstätigkeit darin sieht, Jugendliche frühzeitig mit der „realen Arbeitswelt" vertraut zu machen. „Es ist erschreckend, wenn man Statistiken liest, wonach im Land Brandenburg bis zu 25 Prozent der Schulabgänger nicht bildungsfähig seien", so Pe¬ter Bley. Um Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz und Arbeit den Weg ins Berufsleben zu ebnen, stellen die Milower Unternehmer 25 Praktikumsplätze zur Verfügung. Weitere Hemmnisse für die wirtschaftliche Entwicklung seien bürokratische Hürden und die unzureichende finanzielle Ausstattung der Kommunen, so der Bürgermeister. Aus diesem Grunde, so Diana, Golze in der Gesprächsrunde, habe die Linkspartei.PDS in ihr Wahlprogramm ein Investitionsprogramm für Kommunen aufgenommen. Es soll 10 Milliarden Euro umfassen. Über die Verwendung der Mittel soll direkt in den Kommunen entschieden werden. „Zur Finanzierung des kommunalen Investitionsprogramms schlagen wir die Einführung einer Börsenumsatzsteuer in Höhe von 0,5 Prozent vor", ergänzte der Landtagsabgeordnete Christian Görke. Eine weitere Forderung ihrer Partei sei die Bündelung von EU-und Bundesmitteln in Regionalfonds, so Dagmar Enkelmann. Sie regte an, ein Landesvergabegesetz nach bayerischem Vorbildung zu beschließen, um bei öffentlichen Vergaben besser darauf hinwirken zu können, den Zuschlag einheimischen Unternehmen zu erteilen. Bisher setze sich in der Regel der billigste Bieter durch. Dies führe zu Lohndumping und letztlich zum Verlust von Arbeitsplätzen in der Region, so die Linkspartei- Fraktionschefin im Landtag. Quelle: BRAWO 28.08.2005 Chance für Jugendliche Projekt „Wege zur Arbeit" soll jungen Leuten zeitweilige Beschäftigung ermöglichen HAVELLAND ■ (ns) Besonders für Jugendliche sind Arbeit und Beschäftigung wesentliche Voraussetzungen, um sich im Westhavelland eine Zukunft zu schaffen. Angesichts einer Arbeitslosenquote von rund 25 Prozent ist es aber gerade für Jugendliche problematisch, eine Anstellung zu finden. Glücklich ist, wer in der Region einen Ausbildungsplatz bekommt. Doch das Glück währt oft nicht lang. Viele Jugendliche werden nach Abschluss ihrer Lehre vom Ausbildungsbetrieb nicht übernommen und haben so keine Möglichkeit, berufspraktische Erfahrungen zu sammeln. Im Rahmen einer von der Agentur für Arbeit geförderten Maßnahme „Wege zur Arbeit" soll nun Jugendlichen in Zusammenarbeit mit Unternehmen so eine Chance eröffnet werden. Für die Regionen Milower Land und Rathenow wird die „Akademie Seehof Brandenburg" Träger einer solchen Maßnahme. Seitens der Akademie ist Monika Schilling derzeitig unterwegs, um Unternehmen als Projektpartner zu gewinnen. So stellte sie „Wege zur Arbeit" bereits am Unternehmerstammtisch vom Milower Land vor. Die Resonanz kann sich sehen lassen. Über 20 Unternehmen bekundeten ihre Bereitschaft mitzumachen. „Wir müssen unseren Jugendlichen diese Möglichkeit eröffnen", meint auch Peter Wittstock, Bürgermeister von Milower Land, und unterstützt das Projekt. Monika Schilling nutzte auch die jüngste öffentliche Vorstandssitzung des Vereins „Unternehmer für Rathenow", um das Projekt vorzu¬stellen. Auch hier zeigten die Unternehmer Interesse. Deutlich wurde auch, dass man Detailfragen in individuellen Gesprächen erörtern muss. Der Wille mitzumachen reicht zudem nicht aus, er muss gepaart sein mit der entsprechen den Auftrags- und Geschäftslage. „Wege zur Arbeit" soll Jugendlichen im Alter von 18 bis 25 Jahren, die nach der Berufs Ausbildung keine Anstellung hatten oder ihre Berufsausbildung abgebrochen haben, der Weg in eine zeitweilige Beschäftigung ebnen. Dazu arbei¬ten die Jugendlichen in Unternehmen und werden von der „Akademie Seehof Brandenburg" betreut. Am Anfang steht eine 14-tägige Eignungs- und Auswahlphase. Das Projekt hat das Ziel, dass möglichst viele Jugendliche eine Festanstellung bekommen, Quelle: MAZ 03.08.2005
Berufsorientierung durch mehr Praxis Unternehmer in der Oberschule Premnitz PREMNITZ ■ (B.G.) Eine Besonderheit der Oberschule Premnitz ist, dass die Schüler dort mehr als woanders eine berufliche Orientierung erhalten sollen. Das Zauberwort dafür heißt Praxislernen. Im Zuge der schrittweisen Einführung des Ganztagskonzeptes wird es demnächst in allen Klassenstufen von 7 bis 10 die entsprechenden Angebote geben. Derzeit läuft die neue Art der Berufsorientierung in den 7. und 8. Klassen und wächst dann mit ihnen jahresweise weiter hoch. Am Dienstag hatte die Oberschule Vertreter von Firmen eingeladen, die zur Unternehmergemeinschaft des Industrieparks gehören, weil diese so bald wie möglich in das Praxislernen einbezogen werden sollen. „Es ging bei der Zusammenkunft noch ein bisschen darum, die Vorstellungen anzugleichen", teilte Bürgermeister Roy Wallenta nach der Sitzung mit. Mitglieder der Unternehmergemeinschaft hätten auf ihrer letzten Zusammenkunft im Oktober ja bereits ihr grundsätzliches Interesse am Mitwirken erklärt. Nun sei es mehr darum gegangen, wie das Zusammengehen von Schule und Unternehmen organisiert werden soll. Ingo Kaczmarek, Leiter der Oberschule, sagte, mit Vertretern der Unternehmergemeinschaft sei das die erste große Runde gewesen. Er habe auch schon Kontakte zum Wirtschaftsförderverein Milower Land geknüpft. Für einige Bausteine habe die Schule bereits Partner, für andere noch nicht. Das Praxislernen, betonte er, solle mehr sein, als die Schüler „arbeiten zu schicken". Sie sollten zum Beispiel Forschungs- und Erkundungsaufträge bekommen und im Laufe der Zeit möglichst auch verschiedene Branchen kennen lernen. „Es gibt bei uns sehr viel mehr Phasen, wo die Schüler produktiv tätig werden", antwortete Schulleiter Kaczmarek auf die Frage, worin sich seine Bildungsstätte denn vom Praxiskontakt an anderen Schulen unterscheide. Außerdem werde viel Aufmerksamkeit der Frage gewidmet, dass die Schüler wissen, wie man sich bewirbt und wie man eine Präsentation macht. Die Oberschule wolle ihre Schülerinnen und Schüler zur Berufsausbildung führen. Bürgermeister Roy Wallenta zeigte sich zuversichtlich, dass die Unternehmen sich einbringen werden und als nächsten Schritt beispielsweise für die Oberschule nun Angebotskataloge erstellen. Wenn dann Schüler in den Betrieben tätig seien, wolle man Kompetenzen der Unternehmen nutzen, um Einfluss auf die Lernenden zu nehmen und Verbesserungen zu erreichen. Die Unternehmen, ergänzte Schulleiter Kaczmarek, sollten durchaus auch erzieherisch auf die Schüler einwirken. Bisher sei alles gut angelaufen. Quelle: MAZ 16.12.2005
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5 Jahre Entwicklung der Wirtschaft im Milower Land
 Ein Beitrag von Joachim Wilisch Redaktionsleiter Westhavelländer hier mehr Infos |