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Den Kinderschuhen entwachsenJoachim Wilisch Wie sich Unternehmen in Milower Land vom Netzwerk zum Förderverein entwickelten MILOWER LAND - Angefangen hatte alles im Frühjahr 2003. Der freiberufliche Unternehmer Peter Wittstock hatte damals die Idee, Unternehmer und Selbstständige aus Milow einzuladen. In lockerer Runde sollten Probleme und Themen besprochen werden, die für Unternehmer wichtig waren. „Unternehmerstammtisch“ hieß die Runde. Im Herbst wurde Peter Wittstock zum Bürgermeister gewählt und kurz vor Jahresende reichte die Landesregierung Fördergeld nach Milower Land, um dort ein Wirtschaftsnetzwerk einzurichten.
 | KickOff- Veranstaltung zur Gründung des Wirtschaftsnetzwerkes 2005 |
Im Zeitraum eines Jahres sollten sich die Unternehmen aus der damals neuen Großgemeinde finden und eine eigene Lobbygruppe bilden. Seither ist viel Zeit vergangen. Das Netzwerk existiert in der Form nicht mehr. Die Landesförderung war auf ein Jahr begrenzt. Aus dem Zusammenschluss ist der Wirtschaftsförderverein Milower Land entstanden. „Das war auch das Ziel der Fördermittelgeber“, sagt Hans-Jürgen Wodtke, der seinerzeit die Gründung des Netzwerkes betreute. „Man wollte mit der Unterstützung erreichen, dass sich auch im ländlichen Raum Unternehmen zusammenschließen, um etwas für sich und die Region zu erreichen.“ Heute gehören dem Wirtschaftsförderverein Milower Land 35 Mitglieder an. „Da sind auch Privatpersonen dabei“, sagt Vorsitzender Detlef Meyer. „Wir haben unsere Schwerpunkte nicht auf die reine Lobbyarbeit verlegt, sondern verstehen uns als Förderer für die Gemeinde. Darum standen Projekte in den Bereichen Jugend, Bildung, Tourismus und Infrastruktur im Fokus.“ Es sei richtig gewesen, aus dem Netzwerk den Förderverein zu machen. „Und es war auch richtig, die Ziele etwas anders zu formulieren“, sagt Hans-Jürgen Wodtke, der sich nach der Arbeit für das Netzwerk dem Förderverein eng verbunden fühlt. Auch im kommenden Jahr wollen sich die Unternehmer einen Schwerpunkt geben. „Wir kommen aus einer grünen Region, da wollen wir uns mit ökologischen Fragen befassen“, so Detlef Meyer. Einerseits werde der Verein eine Aktion zum Thema Hybrid-Technik bei Fahrzeugen anbieten, andererseits solle auch das Thema Solarenergie aufgegriffen werden. Im kommenden Jahr findet außerdem wieder das Milower Bollefest statt. 2009 musste es wegen des Umbaus der Jugendherberge ausfallen. „Wir sind sicher, dass wir für 2010 ein schönes und interessantes Programm auf die Beine stellen“, sagt Detlef Meyer. Das Bollefest sei sehr beliebt und viele Milower seien traurig gewesen, dass es 2009 kein Fest gab. Unterstützen will der Förderverein auch das Kinder- und Jugendparlament in der Gemeinde. Meyer: „Wir sind der Ansicht, dass sich da etwas Tolles entwickelt und dass die jungen Leute sowohl in der Parlamentsarbeit als auch in der ganz praktischen Arbeit für die Gemeinde Milower Land viel leisten.“ In diesem Jahr will der Wirtschaftsförderverein noch den Unternehmerball in Großwudicke im großen Saal des Buckower Karnevalvereins ausrichten. „Der Unternehmerball ist zu einer festen Tradition im Milower Land geworden“, sagt Hans-Jürgen Wodtke. Die Veranstaltung sei inzwischen auch bei vielen Gästen beliebt, die gar nicht in Milower Land wohnen. „Wir wollen wieder eine gediegene Veranstaltung und Niveau bieten“, kündigt Detlef Meyer an. Eintrittskarten für das Ereignis gibt es bei verschiedenen Vorverkaufsstellen und unter anderem der Gemeindeverwaltung Milower Land. Quelle: MAZ vom 28.10.2009, Foto: IBE Wodtke zurück |
5 Jahre Entwicklung der Wirtschaft im Milower Land
 Ein Beitrag von Joachim Wilisch Redaktionsleiter Westhavelländer hier mehr Infos |