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Kein Bollefest in diesem JahrWirtschaftsförderverein Milower Land e.V. zog Bilanz und wagte Ausblicke  | Detlef Meyer (l.) bedankte sich bei Hans-Jürgen Wodtke für seine Vereinsarbeit im vergangenen Jahr | Auch wenn das 2. Bollefest, das der Wirtschaftsförderverein Milower Land e. V. im vergangenen Jahr ausgerichtet hatte, ein großer Erfolg war, wird es eine dritte Auflage in diesem Sommer nicht geben. Dies bekräftigte Detlef Meyer, 1. Vorsitzender des Wirtschaftsfördervereins Milower Land e. V., auf der Jahreshauptversammlung des Vereins, zu der sich die Mitglieder erstmalig in der Premnitzer Sportlergaststätte „Elfmeter“ trafen. Die Gründe seien im derzeitigen Umbau der Jugendherberge und in der damit vorhandenen Unpassierbarkeit des Sportplatzes zu suchen, so Meyer weiter in seinem Rechenschaftsbericht für das Jahr 2008. „Durch den Wirtschaftsförderverein konnten viele Spenden eingesammelt werden, sodass das gesamte Bollefest wiederum durch Spendenmittel finanziert werden konnte. Es hat sich aber im Ergebnis auch die Erfahrung herausgestellt, dass ein Bollefest über einen Zeitraum von drei Tagen mit einem attraktiven und interessanten Programm auf Dauer nicht finanzierbar ist“, konstatierte der Vereinsvorsitzende in seinem Bericht. Verschiedene Gruppen und Aktivitäten wurden im vergangenen Jahr finanziell durch den Verein unterstützt: Der Spielplatz und der Volleyballplatz in Bützer, das Jugendparlament der Gemeinde, die Kita in Milow, die Ortsgruppen Bützer, Möthlitz und Milow der Volkssolidarität, die Wählergemeinschaft Milower Land, die bei der Kommunalwahl mit 5 Mandaten als zweitstärkste Fraktion in die Gemeindevertretung einzog. Außerdem hat der Wirtschaftsförderverein den Flyer Wegweiser und Branchenführer in der Gemeinde Milower Land“ finanziert. Der Unternehmerball fand am 14.11.2008 wiederum in Großwudicke statt und war erneut ein großer Erfolg. „Insgesamt kann man für das Jahr 2008 festhalten, dass der Wirtschaftsförderverein durch seine vielen Aktivitäten direkt und indirekt zum Gemeinwohl in der Gemeinde beigetragen hat. Die Arbeit des Wirtschaftsfördervereins wird sich auch zukünftig insbesondere auf die Unterstützung der Jugend und Senioren konzentrieren. "Damit trägt er auch direkt bzw. indirekt zur Wirtschaftsförderung in der Gemeinde Milower Land bei“, so Meyers abschließende Bilanz der Vereinsarbeit. Der Vorsitzende dankte anschließend allen aktiven Mitgliedern und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass sich noch mehre Mitglieder aktiv an der Vorbereitung und der Durchführung von Aktivitäten und Veranstaltungen beteiligen. „Mein besonderer Dank gilt meinem Schatzmeister Rolf Peter Bley, Hans-Jürgen Wodtke, der sich um den Internetauftritt des Vereins kümmert sowie Fred Fischer, der aus beruflichen Gründen aus dem Vorstand ausgetreten ist, für seine Arbeit im Vorstand“, so der Rechtsanwalt. Für die namentlich Genannten gab es neben den herzlichen Worten außerdem noch eine Flasche edlen Weines, die sie mit ihren Ehepartnern in einer ruhigen Minute genießen sollten. In seinem Finanzbericht legte Schatzmeister Rolf-Peter Bley Rechenschaft über die Verwendung der eingenommenen und ausgegebenen Mittel des Vereins ab und konnte den Mitgliedern beruhigt mitteilen, dass der Verein sein Guthaben um gut 300 Euro erhöhen konnte. Der größte „Happen“ war die Finanzierung des 2. Bollefestes, die mit über 6.000 Euro an Ausgaben zu Buche schlägt. Ein Kritikpunkt war, dass es doch leider viele Mitglieder gibt, die mit der Zahlung des Beitrages im Rückstand sind. Hier waren sich die Mitglieder einig, dass Überlegungen zur „Zwangseintreibung“ nicht weiter verfolgt werden sollten.„Ich glaube, es ist bei den meisten kein böser Wille. Es wird einfach nur verschlampt, den Beitrag zu überweisen“, schätzte Peter Marske ein. Auch in der Diskussion kristallisierte sich heraus, dass viele Mitglieder die Arbeit „zu Bollefest- bzw. zu Unternehmerballlastig“ sehen und man sich in Zukunft bemühen sollte, andere Schwerpunkte zu setzen. „Bei der Arbeit kommt meiner Meinung der Gedanke der ‚Förderung’ der Unternehmer zu kurz. Es kommt mir manchmal so vor, als ob wir eine Stiftung sind, doch wir sollten für uns selbst mehr machen“,meinte Petra Wollenschier. Einigung bestand darin, dass man im kommenden Jahr ein eintägiges Bollefest auf die Beine stellen will. Und auch beim Unternehmerball soll nicht an der Qualität gespart werden, denn „der Ball ist schon was Besonderes, der sich nicht zu verstecken braucht“, so Bernd Henniges, Chef der Premnitzer Stadtwerke. Peter Wittstock, Bürgermeister der Gemeinde Milower Land, war der Meinung, dass, auch wenn das Bollefest ein Jahr pausieren muss, doch „zahlreiche adäquate Veranstaltungen, wie der Pokallauf der Feuerwehren in Nitzahn, das Galmer Kranzstechen oder der Kunst- und Bauernmarkt, in diesem Jahr übrigens erstmalig mit Ritterfest, Quelle: PreußenSpiegel vom14.06.09, Foto: tho |
5 Jahre Entwicklung der Wirtschaft im Milower Land
 Ein Beitrag von Joachim Wilisch Redaktionsleiter Westhavelländer hier mehr Infos |