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Von Erik Nagel
RATHENOW (rik)Gemischte Gefühle hatte Hans-Jürgen Wodtke, einer der Organisatoren des Berufemarktes am Samstag in der Aula der Weinbergschule. Der Unternermer aus Bohne freute sich über das starke Interesse der regionalen Ausbildungsbetriebe, sich und ihre Berufe in geballter Form vorzustellen: „Wir haben 70 Berufsbilder hier, etwa 20 mehr als noch vor einem Jahr. Und auch der Verein »Unternehmer für Rathenow', der eigentlich andere Verpflichtungen hatte, hat sich noch eingebracht." Dagegen erschien ihm das Interesse der Zielgruppe, der Schüler, geringer als 2005: „Allerdings kamen sie auch besser verteilt als noch vor einem Jahr. Da strömten alle gleich zur Eröffnung in den Raum, während sie dieses Mal über den Tag verteilt kamen." Der Berufemarkt, organisiert von der IHK und den Wirtschaftsjunioren des Landkreises, soll vor allem den Schülern der 9. Klassen Anregungen zur Berufswahl und -ausbildung in der Region geben. 25 Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen waren der Einladung der IHK gefolgt und stellten sich und die in ihrem Unternehmen ausgebildeten Berufe vor. Das Interesse der Jugendlichen war groß, trotz scheinbar geringerer Zahl. In zahlreichen Gesprächen konnten die Aussteller ihre Berufe vorstellen, Tipps und Hinweise geben und neugierig auf die Ausbildung machen. Mitgebrachtes Informationsmaterial ging reichlich über die Tische. Zufrieden war auch Wilfried Meier, Regionalleiter der Industrie- und Handwerkskammer Potsdam. Die Bedeutung einer kompetenten Berufsausbildung unterstrichen Rathenows stellvertretender Bürgermeister Norbert Heise und der PDS-Landtagsabgeordnete Christian Görke zur Eröffnung. Görke mahnte an, dass zurzeit etwa neun Prozent der Jugendlichen im Land ihre Erstausbildung abbrechen würden. Dem stünde eine Studie des Wirtschaftsministeriums entgegen, nach der im Jahre 2010 rund 100.000 Fachkräfte fehlen würden.
Das immer weiter wachsende Interesse der Unternehmen nahm Norbert Heise zum Anlass, den Organisatoren vorzu¬schlagen, den Berufemarkt im kommenden Jahr ins Kulturzentrum Rathenow zu verlegen. Eine Anregung, die Wilfried Meier mit Freude zur Kenntnis nahm. Die steigende Zahl der Aussteller ließ es in der Weinberg-Aula arg eng werden. Und auch für mehr Resonanz bei den Jugendlichen hat Hans- Jürgen Wodtke eine Idee: „Wir müssen noch stärker an die Schulen herangehen und die Lehrer dazu bringen, wirklich in jeder Unterrichtsstunde vor dem berufemarkt auf diesen hinzuweisen.“ Quelle: BRAWO 05.04.2006 Fotos: Erik Nagel
Erste Wahl (ROLAND KAMENZ) Nicht jeder Jugendliche weiß auf Anhieb, was er mal werden will. Dass der Traumjob schon in jungen Jahren feststeht, ist eher die Ausnahme als die Regel. Und außerdem kann ohnehin nicht jeder Model oder Pilot werden. Also muss Jugend suchen und forschen, was die eigene Zukunft angeht. Der mittlerweile fünfte Berufemarkt in Rathenow war am Samstag somit für die suchenden Jugendlichen wieder allererste Adresse. Sich für einen Beruf zu entscheiden, ist in den heutigen, sehr schnelllebigen Zeiten zwar nicht gleich eine Lebensentscheidung. Wenn die Großeltern früher ihren Beruf lernten und diesen in der Regel bis zur Rente ausübten, dann werden schon bald mehrere Berufe in einem Arbeitsleben nicht unüblich sein. Dennoch wird aber die erste Wahl eines Berufes immer eine sehr wichtige bleiben. Die erste Berufswahl bedeutet nicht nur den Einstieg in das Erwerbsleben, sondern ist auch die Zeit, in der ein junger Mensch sein Verhältnis zum Sinn von Arbeit bestimmt. Für die wichtige erste Berufswahl ist somit der Berufemarkt in Rathenow wirklich allererste Wahl. Sich vorab gut über einen angestrebten Job zu informieren, beugt späteren Enttäuschungen mit Sicherheit vor. Infos für die Zukunft IHK und Wirtschaftsjunioren veranstalteten gemeinsam einen Berufemarkt RATHENOW ■(ns) Das Interesse war wieder groß. So kamen schon um 10 Uhr zur Eröffnung viele Besucher. Insbesondere Jugendliche nutzten die Gelegenheit, sich über Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren und somit ihren Blick für die eigene Zukunft zu schärfen. Bereits zum fünften Mal veranstalteten am Samstag in der Aula der Weinbergschule die Industrie- und Handelskammer Potsdam und die Wirtschaftsjunioren Havelland einen gemeinsamen Beru¬femarkt. Unternehmen und Verwaltungen aus der Region und Institutionen informierten über 70 Ausbildungsberufe sowie zu Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Damit hatte sich das Informationsangebot gegenüber dem Vorjahr um 15 Ausbildungsberufe erhöht. „Eine sehr gute Entwicklung", hob Wilfried Meier zur Eröffnung hervor. Besonders Mädchen und Jungen aus den 9. Klassen sollten das gute Angebot nutzen, um sich über die Möglichkeiten und Inhalte der jeweiligen Ausbildungen zu informieren, unterstrich der Mann von der Industrie- und Handelskammer. Eine Notwendigkeit, die auch aus Sicht des PDS-Landtagsabgeordneten Christian Görke gegeben ist. Im Land Brandenburg, so Görke, würden heute immerhin neun Prozent der Jugendlichen ihre Erstausbildung abbrechen. Zudem verwies er darauf, dass bereits im Jahr 2010 in Brandenburg nach heutigen Schätzungen 100 000 Fachkräfte fehlen werden. Thomas Kretzschmar, Sprecher der Wirtschaftsjunioren Havelland, zeigte sich zufrieden, dass sich der Berufemarkt im Havelland so gut entwickelt und eine immer breitere Resonanz findet. Aus diesem Grund regte Rathenows stellvertretende Bürgermeister Norbert Heise an, den Berufemarkt im kommenden Jahr ins Kulturzentrum zu verlegen. Die Stadtverwaltung war genau wie der Landkreis Havelland am Samstag auch mit einem eigenen Stand vertreten. Im Foyer der Aula präsentierten sich gemeinsam der Wirtschaftsverein Milower Land und der Verein „Unternehmer für Rathenow". Herzhaft, süß und köstlich wurden die Besucher am Stand der Gewerblichen Aus- und Weiterbildungs GmbH (GAW) empfangen. Die bei den Koch-Azubis aus dem 3. Lehrjahr, Enrico Dahlenberg und Alexej Grün luden ihre Besucher zu Windelbeutel-Verkostung ein. Ihre Windebeutel mit Schlagsahne gefüllt präsentierten sie in Schwanenform. Gleich nebenan lud Sven Fabian, Teilezurichter im 1. Lehrjahr, die jugendlichen Besucher zum Wissenstest ein. Einen Test, den jeder Jugendliche mitmachen muss, der bei GAW einen Beruf erlernen möchte. „Es kommt auf logisches Denken und Allgemeinwissen an", meinte der Azubi am Infostand. Am Stand vom IKW präsentierten zukünftige Frisörsinnen modische Frühlingsfrisuren. „Kühle Köpfe für einen heißen Job", ist ein Infoblatt für Berufe der Polizei überschrieben. Infos zu Berufsmöglichkeiten bei der Polizei erhielten die Besucher am Samstag am Polizeistand auch von Ingolf Penzold. Das ÜAZ Friesack/Brandenburg informierte gleich zu 15 Ausbildungsberufen. Vertreten war auch die Optikbranche. Ein vielfältiger Mix an Ausbildungsmöglichkeiten wurde aber auch deutlich durch die Teilnahme weiterer Unternehmen , wie der MBS, dem Land-und Golfhotel Semlin, oder aber auch der Heidelberger Druckmaschinen AG. Das ILZ Havelland informierte über Förder- und Beratungsmöglichkeiten, Quelle.MAZ 03.04.2006
Werben Für gute Berufe IHK und Wirtschaftsjunioren veranstalten wieder einen Berufemarkt (Erik Nagel) 2010 geht, so sagte es eine Studie des Wirtschaftsministeriums, jeder vierte Facharbeiter und Ingenieur in den Ruhestand. Die freien Stellen müssen mit qualifizierten Fachkräften besetzt werden, sagt Wilfried Meier, Leiter des IHK-Regional-Centers Brandenburg/Havelland: „Dieser Nachwuchs muss jetzt herangezogen werden." Daher wirbt die Industrie- und Handelskammer Potsdam für die Berufsausbildung in der Region. Um dieses Ziel zu erreichen, wird am Samstag, dem 1. April, ein Berufemarkt in Rathenow veranstaltet. In der Aula der Oberschule „Am Weinberg" stellen sich von 10.00 bis 13.00 Uhr Unternehmen mit ihren Berufsbildern vor.  | Thomas Kretzschmar, Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren, IHK-Regional- Leiter Wilfried Meier und Hans- Jürgen Wodtke vom Wirtschaftsförderverein Milower Land (vli) bereiten den Rathenower Berufemarkt vor. |
Neu sind derartige Aktionen nicht. „Früher gab es die Lehrstellenbörse, die aber einen Nachteil hatte. Heerscharen von Schülern fielen über die Unternehmen her. Viele sahen allerdings diese Börse wie einen schulfreien Tag an, an dem sie nichts tun müssen", erinnert sich Hans-Jürgen Wodtke, als Unternehmer selbst am Berufemarkt beteiligt. Das Konzept des Berufemarktes sieht vor, dass die Unternehmen interessierten Schülern Berufe vorstellen, Informationen über das Berufsbild geben und zu den Ausbildungsmöglichkeiten beraten. Veranstaltet wird der Berufemarkt von der IHK gemeinsam mit den Wirtschaftsjunioren des Havellandes. „Wir setzen uns für die Zukunft der Region ein und wollen daher zeigen, was es hier gibt und was alles gemacht werden kann", erklärt deren Sprecher Thomas Kretzschmar das Engagement. Während des Berufemarktes verfolgen die Unternehmen - 21 waren im vergangenen Jahr beteiligt - eine einfache Strategie. Neben einem Ausbilder wird auch ein Auszubildender Rede und Antwort stehen: „Dann spricht ein Jugendlicher zu Jugendlichen und kann so sicherlich besser vermitteln, wie wichtig das Lernen für den gewählten Traumberuf ist", erklärt Meier. Gerade hier fehlt es vielen Schülern an der nötigen Einsicht. Im vergangenen Jahr blieben mehrere Ausbildungsplätze in der Kreisverwaltung unbesetzt, weil die Bewerber unzureichende Leistungen zeigten. Der Berufemarkt richtet sich vor allem an Schüler der neunten Klassen und deren Eltern: „Ihnen müssen wir zeigen, wie wichtig das Zeugnis der neunten Klasse für eine Bewerbung ist", so Meier. Mehrere Unternehmen haben ihre Teilnahme am Berufemarkt bereits zugesagt, so zum Beispiel Heidelberger Druckmaschinen, die Telekom, aber auch die Stadtverwaltung Rathenow. Allein der Wirtschaftsförderverein Milower Land wird zehn Berufsbilder vorstellen. So wird die Aula mit den Ausstellern sehr gut gefüllt sein. Kommen dann noch die Interessenten so wie gehofft, wird es eng werden. Aber das stört die Organisatoren nicht, im Gegenteil: „Lieber so, als wenn wir den ganzen Tag allein sitzen würden", meint Wilfried Meier. Quelle: BRAWO 19.03.2006 Foto: Erik Nagel IHK und Wirtschaftsjunioren laden zum Berufemarkt in die Weinberg-Aula ein
RATHENOW (wil) Wer jetzt noch nicht genau weiß, welchen Beruf er einmal ergreifen möchte und sich über verschiedene Berufsbilder informieren will, der sollte sich das Datum für den Berufemarkt der Industrie- und Handelskammer sowie der Wirtschaftsjunioren Havelland vormerken. In der Rathenower Weinberg-Aula sind Schulabgänger und Schüler der 9. sowie 12. Klassen am 1. April von 10 bis 13 Uhr willkommen. Ausbildungsbetriebe aus der Region informieren über rund 70 Berufe und welche Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten sich ergeben, wenn man den einen oder anderen Berufsweg ersteinmal eingeschlagen hat. Interessant sollte der Termin auch deswegen sein, weil die Betriebe, die sich auf dem Berufemarkt präsentieren, ausbilden oder im Ausbildungsverbund arbeiten. Wilfried Meier von der Industrie- und Handelskammer Potsdam verweist darauf, dass sich die Abgänger des nächsten Schuljahres schon jetzt um eine Ausbildung kümmern sollten. „Viele Ausbildungsplätze für 2006 sind schon belegt, aber im nächsten Ausbildungsjahr sind noch alle Möglichkeiten vorhanden." Hans-Jürgen Wodtke, der die Messepräsentation für den Wirtschaftsförderverein Milower Land koordiniert, betont, dass es bei dem Berufemarkt auch die Möglichkeit geben werde, ein Betriebspraktikum zu verabreden. Das sei eine Gelegenheit zu testen, ob man sich wirklich für den richtigen Beruf entschieden hat. Bei dem Berufemarkt sind Stadtverwaltung Rathenow und der Landkreis Havelland ebenso mit einem Stand vertreten, wie das ÜAZ Brandenburg/Friesack. Wilfried Meier hofft, dass das Interesse der Schüler in diesem Jahr wieder so gut ist, wie 2005. Wichtig sei, so Meier, dass die Schulleiter und Lehrer den Abgangsklassen und allen anderen Schülern deutlich machen, dass es keine Zeitverschwendung ist, den Berufemarkt zu besuchen. Darum hat die IHK alle Schulen in der Region direkt angeschrieben und interessierte Klassen für den 1. April zum Berufemarkt in die Aula der Weinberg-Schule eingeladen. Hans-Jürgen Wodtke unterstreicht, „dass wir auf die Mitarbeit der Schulen und Lehrer angewiesen sind". Die Veranstalter sind optimistisch, dass die Aula der Weinbergschule auch in diesem Jahr wieder das Ziel vieler Interessierten wird, wenn der Berufemarkt seine Türen öffnet. Wodtke und Meier wissen, „dass dies gerade in dieser Region ein wichtiges Angebot ist, das wir erhalten wollen". Quelle: MAZ 14.03.06
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5 Jahre Entwicklung der Wirtschaft im Milower Land
 Ein Beitrag von Joachim Wilisch Redaktionsleiter Westhavelländer hier mehr Infos |