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Raus aus der Sackgasse Forum: Mehr Radwege im Milower Land MILOWER LAND (wil) „Quo va-dis, Milower Land?" - „Wohin gehst du, Milower Land?"  Das fragten die Teilnehmer eines Forums mit der Bundestagsabgeordneten Cornelia Behm (Bündnis 90 / Die Grünen) im wassertouristischen Zentrum in Milow. Zu dem Treffen waren Unternehmer, Kommunalpolitiker und Vertreter der Tourismusbrache gekommen. Das Fazit nach zwei Stunden: es gibt viele Angebote. Sie sind aber noch nicht genügend vernetzt und werden zurückhaltend vermarktet. Die Bundestagsabgeordnete hatte zunächst ihre Sicht von Politik für ländliche Regionen erläutert. Um den Bevölkerungsschwund zu stoppen müsse man sich auf die neuen Vorzeichen einstellen. Große Chancen sieht Cornelia Behm in der Tourismus-Entwicklung. Immerhin gehört der Landkreis Havelland zu den Regionen, deren touristische Infrastruktur vom Land Brandenburg in Zukunft besonders intensiv gefördert wird. Das wassertouristische Zentrum in Milow sei daher der richtige Ansatz, so die Abgeordnete. Chancen für die Entwicklung ländlicher Regionen sieht die Bündnisgrüne auch in der Herstellung landwirtschaftlicher Qualitätsprodukte, bei der Erzeugung nachwachsender Rohstoffe, in der Agrar- und Umwelttechnologie sowie im Gesundheitswesen. Als „Großtat von Matthias Platzeck" bezeichnete Cornelia Behm das Konzept für die Großschutzgebiete im Land Brandenburg. Ohne Zahlen zu nennen, erklärte sie bei dem Forum, es gebe Hinweise, „dass sich dort, wo Großschutzgebiete ausgewiesen sind, mehr Menschen ansiedeln und der Bevölkerungsschwund gestoppt wird". Dafür gibt es im westlichen Havelland freilich keine Belege. Gemeinden wie Milower Land oder Premnitz leiden an Bevölkerungsschwund - trotz des Naturparks Westhavelland vor der Haustüre. Einig waren sich die Gäste bei dem Forum, dass die Tourismus-Schwerpunkte im Westhavelland für Radfahrer und Wasserwanderer gesetzt werden müssen. Peter Wittstock, Bürgermeister der Gemeinde Milower Land, forderte, „dass alles daran gesetzt werden muss, dass die Gemeinde Milower Land für Radfahrer nicht eine Sackgasse bleibt."
Seine Hoffnung setzt Wittstock ebenso wie die Vertreter des Tourismusverbandes in den Havel-Radweg, der nun Stück für Stück ausgebaut wird. Derzeit gebe es nur kurze Radwegabschnitte, getrennt durch Waldwege, die nur schwer zu befahren sind. Der Verkauf und die Vermarktung regionaler Produkte sei, so Wittstock, ein anderer Schwerpunkt. Bei dem Forum wurde das Internet-Portal „Havelland-Kiosk" ausführlich vorgestellt. Der „Havelland-Kiosk" bietet neben Informationen zur Geschichte der Region auch zahlreiche Produkte an - derzeit sind es schon weit über 300 Angebote. Quelle: MAZ 02.03.2006 Fotos: Klaus Rietschel
Havelland bleibt Kulturland Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm besuchte Milow MILOW (seb) Zu den Gästen einer Informations- und Diskussionsveranstaltung über die  | In einer Diskussionsveranstaltung zur Regionalentwicklung stellte sich Cornelia Behm, MdB (Mi) , in Milow der Diskussion mit Einwohnern und Regionalpolitikrern. | zukünftige Regionalentwicklung im Milower Land im Gemeindezentrum Milow gehörte Cornelia Behm, Bundestagsabgeordnete der Grünen. In ihrem einleitenden Vortrag zeigte sie sich beeindruckt von dem bisher in der Region Erreichten. „Hier passiert ja richtig was", lobte Behm. Bei ihrer Präsentation der Politik für den ländlichen Raum benannte sie trotz der sichtbaren Erfolge auch die aktuellen Probleme. Dazu zählte sie den Beschäftigungs- und Bevölkerungsverlust und die schwindende Lebensqualität durch die sich verschlechternde Infrastruktur. Sie versäumte jedoch nicht, auch die Chancen zu nennen, die der ländliche Raum und damit das Milower Land bieten. „Der Tourismus ist das Pfund mit dem sie hier wuchern können", bestärkte sie die anwesenden Einwohner, Politiker und Touristiker in ihren Anstrengungen für die regionale Entwicklung. Doch dürfe die Landwirtschaft nicht vergessen werden, warnte Behm. Die Verteuerung und Verknappung der fossilen Brennstoffe sei eine Chance für die Landwirtschaft, meinte Behm. „Wir erleben das Ende des fossilen Zeitalters", sagte die Abgeordnete überzeugt. Nachwachsende Rohstoffe seien das Stichwort. Es dürfe aber auch keine reine Agrarförderung geben. Integrierte ländliche Entwicklung sei das zukunftsträchtige Prinzip. Die Einrichtung der Großschutzgebiete bezeichnete Behm als „Großtat". Von der Qualitätssteigerung in diesen Gebieten würden alle profitieren, nicht nur Umweltschützer oder Touristen, sondern jeder einzelne Einwohner, dessen Lebensqualität sich verbessere. Ohne eine aufgeschlossene und unterstützende Verwaltung sei allerdings nicht viel auszurichten, bemerkte Behm. Sie lobte Peter Wittstock, Bürgermeister von Milower Land. In seiner Person sehe sie ein Beispiel für einen „aufgeschlossenen Kopf in der Verwaltung". Der so Gelobte forderte während der anschließenden Diskussion ein Bündnis aller, um die Finanzierungslage zu verbessern. „Viele glauben noch nicht an den lebendigen Tourismus", bedauerte Wittstock. Weitere Schwerpunkte im Gespräch waren der Ausgleich zwischen touristischen Interessen und dem Naturschutz, die Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit von Gastronomie und lokaler Produktion und die oft unverständlichen Entscheidungen von Ämtern und Behörden. Viele anwesende Bürger nutzten den Abend, um der aufmerksam zuhörenden Cornelia Behm ihre Sorgen und Nöte zu schildern und um politische Unterstützung zu bitten. Zum Abschluss der Gesprächsrunde herrschte Optimismus vor: „Wir wurden zwar als LAGA-Außenstandort einfach vergessen, aber wir werden um Gäste kämpfen", gab Wittstock sich zuversichtlich, dieses Manko durch Engagement ausgleichen zu können. Außerdem habe man die Lage analysiert und sich zu¬sammengesetzt, stellte Wittstock fest. So weit vorangekommen seien viele andere Gemeinden noch nicht. „Das Havelland bleibt Kulturland", fasste Cornelia Behm zusammen und gab damit gleichzeitig das Motto für die weitere erfolgreiche Regionalentwicklungsarbeit aus. Quelle: BRAWO 05.03.06 Foto: Sebastian Kühlzurück |
Broschüre in Arbeit
Der Wirtschaftsförderverein Milower Land e.V. fördert die Herstellung einer 2. Broschüre über die Situation zum Kriegsende in der Region

NEU April 2010 |