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Wirtschaftsnetzwerk Milower Land unterstützt das Benefizkonzert für die Kinder von Tschernobyl Das Wirtschaftsnetzwerk Milower Land unterstützte die Vermarktung der Karten für das Benefizkonzert für die Kinder von Tschernobyl durch die aktive Bewerbung über die eigenen Newsletter, begleitende Pressearbeit und gezielte Ansprache von Personen und Unter-nehmen der Region. Im Ergebnis wurde so für die Betreuung und Versorgung der strahlengeschädigten Kinder aus Weißrussland ein wichtiger Beitrag für die finanzielle Stabilisierung geleistet.
 Zur Begrüßung versammelten sich die Kinder aus dem Gebiet Mogiljow, ihre Gasteltern und die Organisatoren des Rathenower Vereins „Kinder für Tschernobyl" e.V. auf der Treppe der Milower Jugendherberge „Carl Bolle". Foto: Autor
Vier Wochen Erholung im schönen Havelland 20 Kinder aus Weißrussland zu Besuch in Milow und Umgebung MILOW (alf). Akkordeonklänge schallten am Sonntag durch die Milower Jugendherberge „Carl Bolle". Aufgespielt wurde zur Begrüßung von 20 Mädchen und Jungen aus Weißrussland, die sich vier Wochen im Havelland erholen werden. Organisiert wurde der Aufenthalt, wie schon in den vergangenen zehn Jahren, vom Rathenower Verein „Kinder für Tschernobyl" e.V. Doch dieser Besuch stand unter keinem guten Vorzeichen, denn der Präsident Weißrusslands hatte enorme Hürden aufgebaut, die den Besuch fast unmöglich schienen ließen. Aber Gabriele Lenz und ihre Mitstreiter ließen sich nicht entmutigen und schafften das schier Unmögliche: Sie erhielten die Erlaubnis, weder Kinder nach Deutschland einzuladen, damit diese sich hier erholen können. „Unser Verein gehört zu den wenigen, die Kinder aus der Region um Tschernobyl noch ins Ausland begleiten dürfen. Ich bin sehr dankbar, dass die gute Ar¬beit unseres Vereins so eine Wertschätzung genießt", erläuterte Gabriele Lenz. Peter Wittstock, Bürgermeister der Gemeinde Milower Land, begrüßte die weißrussischen Gäste auf russisch mit „Daragie Drusja", worauf die Dolmetscherin Galina Orgnewa meinte, dass sie dann nicht mehr gebraucht werde. Doch sie harte sich geirrt: Das Russisch des Bürgermeisters war doch schon etwas eingerostet und so machte er auf deutsch weiter. „Ich freue mich, dass es wieder gelungen ist, die schöne Tradition fortzusetzen. Frau Lenz hat sich viele Monate dafür eingesetzt, dass Ihr kommen konntet und in den nächsten Wochen einiges erleben werdet", meinte Wittstock an die jungen Besucher gewandt. Auch Rathenows Bürgermeister Ronald Seeger ergriff das Wort und gab bekannt, dass er die Kinder wieder an einem Tag empfangen werde. „Was mich traurig macht, ist, dass ich beim 10. Benefizkonzert nicht dabei sein kann. Was mich aber positiv stimmt, ich habe Urlaub", meinte das Stadtoberhaupt. Gabriele Lenz konnte den jun¬gen Gästen noch eine freudige Mitteilung machen. Der Rotary-Club übernimmt auch in diesem Jahr wieder das Taschengeld. Galina Orgnewa bedankte sich im Namen aller Mütter, deren Kinder sich hier erholen dürfen. „Sie wissen, wie die Lage in unserem Land ist. Wenn Sie sich die Liste mit den Namen der Kinder ansehen, werden Sie feststel¬len, dass kein Kind gesund ist. Die meisten Familien haben keinen Vater, weil sie vor den Pro¬blemen weggelaufen sind. Es ist eine wirklich große Leistung, dass Sie Zeit, Geld und soviel Aufmerksamkeit investieren", meinte die Dolmetscherin. Die Kinder im Alter von 10 bis 15 Jahren sind über die Wochenenden bei Gastfamilien untergebracht. 16 Kinder wurden über den Verein eingeladen, vier weitere sind auf private Einladung wieder im Havelland. Die mei¬sten Gastfamilien kommen mittlerweile aus dem Osthavelland, wie Gabriele Lenz feststellen musste. „Das westliche Havelland ist wohl schon zu sehr abgegrast." Quelle: BRAWO 14.08.2005
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5 Jahre Entwicklung der Wirtschaft im Milower Land
 Ein Beitrag von Joachim Wilisch Redaktionsleiter Westhavelländer hier mehr Infos |